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Das kontinuierliche Coating von Partikeln wird eingesetzt, wenn große Mengen kleiner Partikel eine funktionelle oder schützende Beschichtung benötigen. Diese Animation veranschaulicht das Prinzip der professionellen kontinuierlichen Wirbelschicht-Coatings.

Neues Fließbett-Coater Modul für alle kontinuierlichen Coating- und Layering-Prozesse in der Wirbelschicht

GFC 16 schließt die Lücke für voll-kontinuierliches Coating im Pilotmaßstab

Aktuelle Markttrends zeigen einen immer stärkeren Fokus auf funktionelle Coatings, die geringe Mengen an Coatingmaterial und sehr gleichmäßige Schichtüberzüge erfordern. Glatt hat auf diese Anforderungen reagiert und eine technologische Erweiterung des Portfolios vorgenommen.

Das Prozessmodul GFC 16, das wir erstmalig auf der ACHEMA 2024 in Frankfurt vorstellen, erweitert das Leistungsspektrum der Pilotanlagen im Weimarer Glatt Technologiezentrum. Es wurde speziell für anspruchsvolle Konti-Coatinganwendungen im nichtpharmazeutischen Umfeld konzipiert. Besonderes Augenmerk richteten die Entwickler sowohl auf das strömungsmechanische Verhalten der Anlage als auch auf das schonende Ein- und Ausschleusen von Rohstoffen und beschichteten Produkten. Das Modul bietet durch seine Bauweise sämtliche üblichen Eindüsungsoptionen und kann in einem sehr breiten Partikelgrößenbereich betrieben werden.

Das neue Fließbett-Coater Modul führt alle kontinuierlichen Coating- und Layering-Prozesse in der Wirbelschicht durch. Dank des optimierten Designkonzepts erzielt es eine besonders homogene Verteilung des Beschichtungsmaterials, so dass gleichmäßigere und dichtere Überzüge entstehen als mit vergleichbaren Anlagen. Unter anderem können die sensorischen Produkteigenschaften beeinflusst und hochwertigere Partikel erzeugt werden, die besser gegen Umgebungseinflüsse geschützt sind.

Ein Anwendungsbeispiel ist das Coaten von Düngemitteln mit Biopolymern, um die Freisetzung der Inhaltsstoffe gezielt zu steuern. So bietet sich der neue, kontinuierlich arbeitende Wirbelschichtapparat als mögliche Prozessvariante für spezifische Kundenprojekte an.

Das neue Gesamtkonzept schließt Maßnahmen für eine optimale Produktbehandlung, gleichmäßige Flüssigkeitsverteilung sowie schonende Rohstoffein- und Produktausschleusung ein. Die Steuerung und Instrumentierung erlauben eine aussagefähige Prozessüberwachung.

Das Modul im Pilotmaßstab setzt langjährige Erfahrungen aus dem industriellen Anlagenbau für kontinuierliche Wirbelschicht-Coatinganlagen um. Hier wurden technische Lösungen aus bereits mehrfach gelieferten großtechnischen Industrieanlagen in den Pilotmaßstab transferiert und für das Dienstleistungsangebot im Technologiezentraum Weimar zur Verfügung gestellt.

Das neue GFC 16 – Prozessmodul wird an die vorhandene Pilotanlage angekoppelt und nutzt deren Medienversorgung, die Steuerung, periphere Baugruppen wie Dosierung und Materialhandling sowie Sicherheitstechnik.

Die vorhandene Pilotanlage ProCell/GF 25 wurde 2010 als universell einsetzbare Versuchsanlage konzipiert und erfolgreich in Betrieb genommen, um Trocknungs-, Agglomerations-, Sprühgranulations- und einfache Coatingprozesse bei kontinuierlicher Fahrweise durchführen zu können. Dabei wurde das Augenmerk auf einen möglichst vielseitigen Einsatzbereich, maximale Flexibilität und Skalierbarkeit gesetzt.Seit dem wurden eine Vielzahl von Anwendungen entwickelt und erfolgreich in die industrielle Praxis überführt. Hierbei standen Projekte zur Sprühgranulation und Agglomeration im Vordergrund.

Darüber hinaus wurden Verfahren zum kontinuierlichen Coating aus wässrigen Systemen, organischen Lösungsmitteln oder Schmelzen erfolgreich umgesetzt. Die dazu erforderlichen Pilotversuche konnten nur sehr aufwändig absolviert werden, da das dynamische Verhalten der Pilotanlage aufgrund seines geometrischen Designs nicht für ein perfektes Coating geeignet ist.